Nachtflüge sind genehmigungspflichtig

Nachts Kopterfliegen? In manchen Bundesländern nicht genehmigungsfähig und generell darf man nach Einbruch der Dunkelheit nicht einfach losfliegen. Wer nach Sonnenuntergang den Kopter starten möchte, braucht einen triftigen Grund, eine Aufstiegserlaubnis und eine korrekte Beleuchtung. Nachts einfach zum Spaß fliegen geht also nicht und gefährdet zudem den Versicherungsschutz. Wer allerdings einen triftigen Grund für den Nachtflug hat, kann eine Aufstiegserlaubnis von der zuständigen Flugbehörde erhalten. Siehe § 21a  der LuftVO "Erlaubnisbedürftiger Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen" (Absatz 1, Satz 5) sowie den Hinweis der deutschen Flugsicherung (DFS).

Korrekt beleuchtet durch die Nacht: So sieht's aus

Genau wie Flugzeuge sollten auch Kopter beim Nachtflug Positionslichter und Zusammenstoß-Warnlichter führen:

  • ein rotes Licht, das unbehindert von genau voraus nach links über einen Winkel von 110 Grad und nach oben und unten scheint;
  • ein grünes Licht, das unbehindert von genau voraus nach rechts über einen Winkel von 110 Grad und nach oben und unten scheint;
  • ein weißes Licht, das unbehindert von genau nach hinten nach links und nach rechts über einen Winkel von jeweils 70 Grad und nach oben und unten scheint.  

Die Positionslichter dürfen entweder Dauerlichter oder Blinklichter sein und müssen eine vorgeschriebene Lichtstärke aufweisen. Das rote und grüne Licht muss mindestens 5 Candela und das weiße Hecklicht mindestens 3 Candela stark sein. Die gesetzlichen Vorschriften zu den Positions- und Zusammenstoß-Warnlichtern findet man in § 2 LuftVOAnl 1 und der DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 923/2012.

Einfach zu montieren und auch bei Tageslicht nützlich: Nachtflug-Sets für jeden Kopter

Wichtig ist, dass andere Luftverkehrsteilnehmer die Drohne rechtzeitig sehen und deren Fluglage und Ausrichtung auch von oben einschätzen können. Nahezu alle Ready to fly-Drohnen weisen keine Beleuchtung nach oben, sondern meist nur nach unten oder seitlich auf. Auch ist die Lichtstärke meist nicht ausreichend. Diese Onboard-Beleuchtung bietet nur auf relativ kurze Distanzen eine brauchbare Anzeige der Fluglage und Ausrichtung. Die SERA-konforme Beleuchtung erhöht nicht nur die Sichtbarkeit der Drohne für andere Luftverkehrsteilnehmer, sondern auch die Sichtweite für den Drohnenpiloten. Und zwar bei Tag und Nacht. In der Praxis kann das bedeuten, dass man dank verbesserter Sichtbarkeit tagsüber bis zum Faktor 3 der Entfernung weiter legal auf Sicht fliegen kann. 

Um den zusätzlichen Stromverbrauch muss man sich keine Sorgen machen: Ein Komplettsatz Positionslichter wiegt mit Halterungen und Batterien nur circa 150 g, ein Anti-Kollisions-Blinklicht mit Batterie nur 4 g. Alle Lichter haben ihre eigene Stromversorgung (auch dies wird von den jeweiligen Sondergenehmigungen der Landesluftämter vorgeschrieben) und können ohne Gefährdung der Betriebserlaubnis mit entsprechenden Halterungen an die verschiedenen Kopter-Modelle montiert werden. Stöbern Sie doch mal in unserem neuen Shop by eXpert Media Solutions & Tools.

 

Anti-Kollisions-Schutz-Blitzlichter

Mit zwei zusätzlichen weißen Blitzlichtern wird die Wahrnehmbarkeit der Drohne erhöht und das Risiko von Kollisionen verringert. Dazu wird jeweils eines der Leichtgewichte (4 g) oben und eines unten oder hinten am Kopter montiert. Damit wird auch die Sichtweite bei Tageslicht erheblich erweitert.

Nachtflug-Beleuchtungssets und Blitzlichter gibt es passend für  DJI Drohnen wie Phantom 3, Phantom 4, Phantom 4 Pro, DJI MAVIC Pro, MAVIC AIR, DJI Inspire 1 & 2. Die Module sind aber auch an jedes andere unbemannte Fluggerät montierbar.


 

Die im Webshop angebotenen Beleuchtungsmittel entsprechen den Mindestvorgaben für Leistung und Abstrahlwinkel (nachgemessen mit professionellem Kolorimeter Klein K10)


Beispielfilm Nachtflug mit einer DJI Mavic Pro im Winter: trotz Schneefall und viel Schnee am Boden, fallen die Lichter nicht auf: Nachflugvideo


... und zum Schluss ein Bericht aus dem wahren Leben: